Willkommen auf meiner Internetseite zu Istanbul. Hier findest du alle möglichen Informationen, Berichte und Auskünfte über die Stadt am Bosporus. Wenn du Anregungen und Tipps für deine Reise suchst, bist du hier genau richtig. Aber auch dann, wenn du dich für die Geschichte und Kultur der wichtigsten Stadt der Türkei interessierst.
Istanbul ist mit rund 16 Millionen Einwohnern nicht nur die größte und wichtigste Metropole der Türkei, sondern auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. In jedem Stadtteil und fast jeder Straße gibt es etwas Interessantes zu sehen. Diese Internetseite soll dir dabei helfen, dich in Istanbul zurechtzufinden. Ich berichte hier von den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen und versuche, nützliche Reisetipps zu geben. Viel Spaß beim Lesen.
Topkapi-Palast
Der Haupteingang des Palastes, das prächtige Herrschaftstor, durch das wir die Anlage betreten, befindet sich gegenüber dem Brunnen von Sultan Ahmet III. Es führt direkt in den Ersten Hof hinein. Dieses Tor wird eingerahmt von den Außenmauern, die sich rings um den Palast und den Turmkomplex ziehen.
Das Herrschaftstor ist bogenförmig überwölbt. Links und rechts des Tores fallen die eingravierten Tughras (Monogramme) der Sultane Mahmut II. und Abdulaziz auf. In den Hohlräumen in der Fassade neben dem Tor standen früher die Torwächter der Palastgarde, der Janitscharen. Durch das Herrschaftstor betreten wir den Ersten Hof, den Birun (Außen-) oder auch Alay Meydani (Regimentenplatz) genannten Bereich des Palastes. Er beherbergt unter anderem das Krankenhaus, die Bäckerei, das Holzdepot und die Münzprägeanstalt. Besonders markant ist jedoch die Irenenkirche zur Linken.
Das Darphane oder Darphane-yi Hümayun war die Münzprägeanstalt des Osmanischen Reiches. Leider sind die Ausstellungen zur Geschichte Istanbuls derzeit ausgelagert. Weir folgen weiter dem Hauptweg und sehen recht hinter den Kassenhäuschen den eigentlichen Palasteingang: das Babüsselam (Begrüßungstor). Der Topkapi-Palast liegt auf einer strategisch günstigen und offenen Landzunge, die Sarayburnu genannt wird. Sie verbindet das Marmarameer, das Schwarze Meer und den Bosporus miteinander. Der Bau der Palastanlage begann in den 1460er Jahren und wurde 1478 zunächst abgeschlossen. Im Laufe der Zeit kamen aber noch weitere Anbauten hinzu, die den Bedürfnissen der nachfolgenden Generationen angepasst waren. Das Palastgelände erstreckt sich über rund 7.000 Quadratmeter. Die 5 Kilometer langen Mauern, die den Palast umgegeben, wurden von Sultan Mehmet II. selbst mit entworfen. In späteren Jahren wurden diese Mauern mehrmals durch Erdbeben beschädigt und dann von den Sultanen Beyazit II., Süleyman dem Prächtigen, Murat IV. und Mehmet IV. wieder instandgesetzt. Angeblich hatte die Palastanlage früher einmal 13 Eingangstore, berühmt vor allem das Topkapi-Tor und das Balikhane-Tor. Über die Mauern verteilt ragen 28 Türme in den Himmel. Das Begrüßungstor bildet den Abschluss des Ersten Hofes. Er trägt die Gravur der Sultanssiegel von Mahmut II. und Mustafa III. Die Sultane pflegten hoch zu Pferde durch dieses Tor und dann weiter zum Divan Meydani, dem Platz der Ratsversammlung, zu reiten. Auch wir passieren das Tor uns sehen auf der rechten Seite des Zweiten Hofes, den wir nun betreten, die Palastküchen.
In den Palastküchen wurde Essen für 5.000 Menschen zubereitet. Besonders üppig wurde an Feiertagen, bei Auszahlung des Solds an die Janitscharen und am 15. Tag des Monats Ramadan gekocht: Reis, Suppe und Baklava. In einem Helvahane genannten Bereich dieser Küchen wurden später auch Desserts, Marmelade, Sirup und Majun zubereitet und parfümierte Seife hergestellt. Dem Sultan hingegen wurden seine Mahlzeiten aus einem separaten Teil der Küche geliefert, der Kushane Matbahi oder Matbah-i Has. Links vom Babüsselam sehen Sie die Besir Agha Moschee und die Stallungen.
In den Stallgebäuden wurde das Pferdegeschirr aufbewahrt. Hier standen auch die Pferde des Sultans. Ebenfalls links vom Begrüßungstor, ein Stückchen weiter, befinden sich der Harem und der Diwan. Der osmanische Diwan war der Hauptversammlungssaal des Palastes. Er wurde wegen seiner großen Kuppel auch Kubbealti genannt: unter der Kuppel. Hier hielten die osmanischen Staatsdiener ihre Versammlungen ab und diskutierten über die wichtigsten Belange des Reichs. Meistens leitete der Großwesir (Sadrazam) die Sitzungen, während der Sultan die Möglichkeit hatte, sie von einem vergitterten Fenster (Kafes) aus mitzuverfolgen, das sich direkt über dem Stuhl des Großwesirs befand. Vom Diwan aus konnte hingegen niemand in das Gitter hineinschauen, sodass die Versammelten also nicht wussten, ob der Sultan ihnen zuhörte oder nicht. Folglich mussten sie stets davon ausgehen, dass er präsent war, und wenn er es für nötig hielt, griff er in die Sitzungen ein. Die Ratsversammlung tagte in der Regel viermal pro Woche, jeweils von nach dem Morgengebet bis zum Mittag. AM Nachmittag suchte der Großwesir dann den Sultan auf und erstattete ihm nach dem Gebet Bericht über die Sitzungen. Neben dem Diwan befindet sich eine sehr sehenswerte Ausstellung von Waffen. Nach Verlassen des Ausstellungsgebäudes gehen wir weiter zum Tor der Glückseligkeit. Dieses Tor, das aus dem Zweiten Hof hinaus führt, war Zeuge vieler historischer Ereignisse.
Das Tor der Glückseligkeit wurde auch Ak Agalar Kapisi (Tor der Weißen Eunuchen) genannt. Wir durchschreiten es und gelangen in den Dritten Hof, der die privaten Gemächer des Sultans beherbergt. Niemand durfte dieses Tor ohne die Erlaubnis des Sultans passieren. Vor diesem Tor wurden Thronbesteigungsfeierlichkeiten und religiöse Zeremonien abgehalten. Heerführer, die in den Krieg zogen, bekamen hier in einem feierlichen Akt das Banner des Propheten überreicht. Gleich gegenüber sehen Sie den beidseits von Springbrunnen flankierten Audienzsaal.
In dem Audienzsaal empfingen die Mitglieder der Ratsversammlung ausländische Gesandte oder Botschafter. Außerdem ließ sich der Sultan hier vom Großwesir über die Ratssitzungen informieren. Gleich hinter dem Audienzsaal liegt die Bibliothek von Ahmet III., die berühmt ist für ihre prächtige Ausschmückung und ihre wunderbare Architektur. Auf der rechten Seite des Hofes befinden sich das Tor der Glückseligkeit, die Palastschule Enderun, der Seferli Kogusu (der Schlafsaal der Expeditionspagen), die Reichsschatzkammer, der Keller und die Schlafsäle der Eunuchen. Das wichtigste Gebäude war naturgemäß de Schatzkammer.
In der Schatzkammer waren die wertvollsten Gold- und Silbergegenstände des Palastes aufgestellt, zum Beispiel der Thron von Sultan Murat IV., der Topkapi-Dolch (Topkapi Hanceri) – ein wunderbar gearbeitet Doch, besetzt mit wertvollen Smaragden und Diamanten – oder der Kasikci-Diamant (Löffelmacher-Diamant). Außerdem werden hier und in den Nebengebäuden der Schatzkammer besonders wertvolle Geschenke aus Indien und China präsentiert. Herausragende Meisterwerke der Miniatur- und Porträt-Galerie sind die Porträts der Sultane. Diese stammen zumeist aus dem 19. Jahrhundert. In dem gleichen Bereich befindet sich auch die Padisah Elbiseleri Koleksiyonu (die Sammlung der Garderobe der Sultane) mit wertvollen Gewändern, darunter viele kostbare Kaftane.
Ebenfalls im dritten Hof sind die Reliquiensäle. Diese Kammer beherbergt die heiligen Reliquien, unter anderem den Mantel des Propheten Muhammad. Der Trakt wurde unter Sultan Mehmet II. erbaut und von Selim I. und Murat IV. später umgestaltet. Die Heiligen Reliquien wurden von Selim I. nach Istanbul gebracht, und von dem Tag an wurde hier auf Geheiß der Sultane Tag und Nacht aus dem Koran rezitiert. Dieser Brauch hielt sich bis zum Zusammenbruch des Osmanischen Reiches. Weitere Ausstellungsstücke sind: das Schwert des Propheten Muhammad, seine gesegneten Fußabdrücke und ein Haar seines Bartes (Sakal-i Serif) sowie einige Habseligkeiten seiner Gefährten und andere Propheten, die vor seiner Zeit lebten. In diesem Teil des Palastes stoßen wir auch auf das älteste Gebäude der Anlage, den Fatih Köskü (Fatih-Pavillon). Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Bosporus.
Der Vierte Hof beherbergt die Sultansterrasse, den Marmor-Pavillon, den großen Pool auf der unteren Terrasse und den Sofa-Pavillon; außerdem auch den Revan Köskü (Revan-Pavillon) und den Bagdat Köskü (Bagdad-Pavillon), die beide unter Sultan Murat IV. errichtet wurden. Diese beiden Pavillons sind sich recht ähnlich. Der Hauptunterschied ist, dass die goldene Kuppel im Revan-Pavillon mit Stuck ausgekleidet ist, während der Bagdad-Pavillon über Lederdekorationen verfügt. Weitere beeindruckende Gebäude dieses Vierten Hofes sind der Beschneidungspavillon, die Kammer für den Oberarzt, die Sofa Moschee, der Mecidiye-Pavillon, der Iftariye-Baldachin und die Esvap-Kammer.
Der Beschneidungspavillon hat an der Rückseite einen kleinen Anbau. Er wurde unter Sultan Ibrahim (1640-1648) erbaut und ist von innen wie von außen mit Fliesen ausgekleidet. Die meisten dieser blau-weißen Fliesen stammen aus dem 15., 16. Und 17. Jahrhundert. In den Fensternischen befinden sich Brunnen mit fließendem Wasser, die einander zugewandt sind. In diesem Pavillon wurden einst die Söhne von Sultan Ahmet III. beschnitten.
Der Bagdad-Pavillon soll an die Eroberung von Bagdad durch Murat IV. im Jahr 1639 erinnern. Er ist von einem weitläufigen Säulenvorbau umgeben, der in Marmor gehalten ist. Die Säulen dieses Vorbaus ruhen auf runden Messingfüßen. Die Fliesen der Außenwände sind türkisfarben und dunkelblau, die Fensterrahmen sternförmig und die Motive der Kuppel in der Form von Granatapfelblüten gestaltet. Früher hing hier eine rote Kugel in einem goldbestickten Käfig von der Decke herab. Die Fliesen im Innern des Pavillons sind mit Koranversen verziert und die Türen und Schränke mit Intarsien aus Perlmutt und Schildplatt.
Der Iftariye-Baldachin wurde 1640 von Ibrahim I. gebaut. Seine Metallkuppel ruht auf vier Pfeilern. Von dem Baldachin aus hat man einen atemberaubenden Blick auf Istanbul. Unter dem Baldachin sollen die Sultane im Ramadan das Fasten gebrochen haben – daher auch der Name, denn Iftar heißt die Mahlzeit am Ende des Fastentages. Wenn religiöse Feiertage in den Sommer fielen, empfingen die Sultane hier Besucher, und von hier aus schauten sie sich auch Sportwettkämpfe an.
Die 1,7 Meter dicken Grundmauern und alte Gravuren der Oberarztkammer deuten darauf hin, dass diese Gebäude ursprünglich als Turm gedacht war. In seiner gegenwärtigen Form wurde es für die Herstellung und Aufbewahrung von Medikamenten genutzt. Ein anderer Name für diese Kammer lautete Baslala Turm (Turm des Oberlehrers). Denn der Oberarzt arbeitete unter Aufsicht des Baslala, der seinerseits in erster Linie für die Ausbildung der Sultanskinder verantwortlich war.
Der Mustafa Pascha Pavillon wurde von dem Großwesir Kara Mustafa Pascha aus Merzifon im 17. Jahrhundert erbaut und nach ihm benannt. Seit seiner Restaurierung durch Ahmet III. im Jahr 1704 weist ihn eine Inschrift als Sofa-Pavillon aus.
Der Mecidiye-Pavillon liegt auf der rechten Seite des Vierten Hofes auf der unteren Terrasse. In unmittelbarer Nachbarschaft des Pavillons befinden sich die Esvap-Kammer und die Sofa Moschee. Der Mecidiye-Pavillon und die Esvap-Kammer wurden 1859 unter Sultan Abdulmecid erbaut. Und im Rokoko-Stil möbliert. Man kann den Bau durch drei Holztüren betreten. Die Tür in der Mitte führt ins Untergeschoss. Die Wände des Pavillons sind mit Sultansporträts, signiert von ausländischen Künstlern, und mit goldumrandeten Spiegeln und Kachelöfen geschmückt. An der Decke hängen Kronleuchter mit bis zu 30 Armen.
Anfahrt
In der Tabelle unten sind die Möglichkeiten aufgeführt, wie du zu dem oben beschriebenen Ort kommst. Du kannst dir vor deiner Reise eine ÖPNV-Karte von Istanbul herunterladen. Wenn du vorhast, die öffentlichen Verkehrsmittel in Istanbul oft zu nutzen, empfehle ich, vor Ort eine Istanbulkart zu kaufen. Mit ihr sparst du bei jeder Fahrt im Verkehrsnetz der Stadt. Ich arbeite an einer Zusammenstellung der wichtigsten ÖPNV-Apps für Istanbul. Wenn ich damit fertig bin, werde ich die Links hier zur Verfügung stellen.
| 1 | |
| 2 | |
| 3 | |
| 4 |
Wie du zur Hagia Sophia kommst
Adresse und Kontaktdaten
| Adresse | |
| Telefon | |
| Webseite | |
Fotos
Besuche doch mal meinen Account auf Instagram. Dort findest du zahlreiche weitere Fotos und Infos zu Istanbul. Auf YouTube lade ich außerdem Videos zu dem Thema hoch. Momentan arbeite ich an der Fertigstellung einer Fotodatenbank zu der Stadt. Wenn sie fertig ist, erscheint hier ein Link dazu.
Sag deine Meinung
Hast du weitere Besuchstipps oder möchtest deine Erfahrungen aus Istanbul teilen? Gibt es irgendwas, was ich nicht erwähnt habe? Ich freue mich sehr über deine Kommentare und Anregungen.









Add Comment