Stadtteil Fatih Istanbul
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Entdecke Fatih – Die historische Altstadt Istanbuls

Willkommen auf meiner Internetseite zu Istanbul. Hier findest du alle möglichen Informationen, Berichte und Auskünfte über die Stadt am Bosporus. Wenn du Anregungen und Tipps für deine Reise suchst, bist du hier genau richtig. Aber auch dann, wenn du dich für die Geschichte und Kultur der wichtigsten Stadt der Türkei interessierst.

Istanbul ist mit rund 16 Millionen Einwohnern nicht nur die größte und wichtigste Metropole der Türkei, sondern auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes. In jedem Stadtteil und fast jeder Straße gibt es etwas Interessantes zu sehen. Diese Internetseite soll dir dabei helfen, dich in Istanbul zurechtzufinden. Ich berichte hier von den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen und versuche, nützliche Reisetipps zu geben. Viel Spaß beim Lesen.

Entdecke Fatih – Die historische Altstadt Istanbuls

Auf der Spitze der Halbinsel zwischen Goldenem Horn, Bosporus und Marmarameer begann die Geschichte der Stadt mit den drei Namen: Byzanz, Konstantinopel, Istanbul. Bei weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie der Hagia Sophia und der Blauen Moschee verliert man sich zwischen herrlichen blauen Fliesen in der Vergangenheit – und kommt mit einem Simit, dem fast an jeder Ecke feilgebotenen Sesamkringel, in der Hand zurück in die Gegenwart.

Weltberühmte Sehenswürdigkeiten können einschüchternd sein. Hagia Sophia! Blaue Moschee! Wer plötzlich davorsteht, vor diesen “Orten, die man gesehen haben muss”, dreht am besten erst einmal bei. Warum nicht mit einer kleineren Moschee beginnen, um so “das Prinzip Moschee” zu verstehen, und erst dann die berühmten Gebäude betreten?

An Auswahl fehlt es nicht. Selbst wenn man nur jene Moscheen alle besichtigen wollte, die der geniale Sinan in Istanbul baute, bliebe kaum Zeit für Basare und anderes. Als guter Einstieg bietet sich die Rüstem-Pascha-Moschee an, vielleicht Sinans formvollendetste. Aber die gilt es erst einmal zu finden, denn sie schraubt ihre Minarette nicht im historischen Zentrum in den Himmel. Ihr Eingang liegt – quasi auf einem Podest – mitten im sich westlich daran anschließenden Altstadtgetümmel. Zur Zeit ihrer Entstehung (1561-1563) war das nichts Ungewöhnliches: Eine Moschee bauen zu lassen, kostete viel Geld, und auch ihr Unterhalt verschlang einiges. Da fügte es sich günstig, wenn man für die im Unterbau der Moschee eingerichteten Läden, Werkstätten und Lager Pachtzins verlangen konnte. So weist also in einer Gasse unweit der Galatabrücke, zwischen Marktständen mit Granatapfelkernauslösern und Kochlöffeln, ein Metallschild neben einem Torbogen den Weg. Es geht ein paar Treppen hinauf – und da beginnt das blaue Wunder. Blaue Fliesen, überall. Schon im Vorhof sind die Wände damit überzogen, jahrhundertealte Keramikkunst aus Iznik. Die vorherrschende Farbe ist ein sattes Königsblau, geädert mit armenischem Bolusrot. Häufig sind Tulpen zu sehen, eine beliebte Blume an den Sultanshöfen und ein verstecktes Symbol: Die arabischen Schriftzeichen für Tulpe gleichen denen für Allah.

Im Innern der zierlichen Moschee Schuhe ausziehen, Kopftuch aufsetzen (die Frauen) – stehen wir in einem Meer aus blau gemusterten Fliesen. Jede für sich ist schon eine Pracht – der Gesamteindruck kann süchtig machen. Die schönste Erfahrung aber ist: Eine Moschee zu betreten ist ganz einfach. Besucher dürfen sich willkommen fühlen.

Wieder im Vorhof angelangt, beginnt just der Muezzin mit dem islamischen Gebetsruf, im Arabischen Adhan, auf Türkisch Ezan genannt. Atatürk hatte verordnet, dass in den Moscheen auf Türkisch gebetet wird, aber das wurde im Jahr 1950 rückgängig gemacht. Und so schallt es seither auch in Istanbul wieder fünfmal am Tag über die Mauern und Moscheen: Allahu Akbar, Allah ist groß. Der Zeitpunkt der Gebetsrufe verschiebt sich täglich um Minuten, analog zum Sonnenstand. Damit die Rufe dennoch zeitgleich erschallen, gibt es nun eine digitale Hilfe: die Muezzin-App. Sie zeigt die genaue Zeit fürs Gebet an und weist per GPS stets die richtige Richtung gen Mekka.

Wer zwischen der gewaltigen Hagia Sophia und der nicht minder eindrucksvollen SuItan-Ahmet-Moschee steht, der wird dankbar sein, wenn er sich an ein paar Fakten zur Geschichte der Stadt erinnert. Diese begann wohl im 7. Jahrhundert vor Christus, als sich hier Griechen ansiedelten, die ihre Kolonie nach dem legendären Byzas benannten, der ihr Volk an den Bosporus geführt haben soll: Byzanz (griechisch Byzantion). Unter Konstantin dem Großen, der ab dem Jahr 324 die römische Welt regierte und auf der Suche nach einer neuen Residenz im Osten war, wurde der Ort zur „Stadt Konstantins“, nämlich zu Konstantinopel. Später bevölkerten orthodoxe Christen die Gassen, in denen weiterhin Griechisch gesprochen wurde. Die Stadt am Bosporus war nun ein Vorposten der christlichen Welt, ein Schutzschild gegen Angriffe aus dem Osten, gegen Perser, Steppenvölker und den Islam. Erst als Konstantinopel im Jahr 1204 geplündert wurde, begann sein Niedergang: Katholische Kreuzfahrer auf dem Weg nach Jerusalem verwüsteten die Stadt. Das erleichterte es fast 250 Jahre später Mehmet II., sich den ehrenvollen Beinamen Fatih („der Eroberer“) zu verschaffen: Als er am Abend des 29. Mai 1453 vor der Hagia Sophia stand, soll Mehmet sich zwar zunächst zum Zeichen der Demut eine Handvoll Erde auf den Turban gestreut, dann aber sogleich befohlen haben, „das Innere vom Blut der Erschlagenen zu säubern“, so heißt es in einer Formulierung des osmanischen Schriftstellers Evliya Celebi. Und indem er die Stirnen der siegreichen Muslime mit dem Duft von Ambra und Löwenaloe erfrischte, ging er zur seihen Stunde daran, aus der Kirche eine Moschee zu machen”.

Fast 500 Jahre später, 1934, als man sich längst an den Namen Istanbul („in der Stadt“) für die legendäre Schöne am Bosporus gewöhnt hatte, beschloss man unter Atatürk, aus dem Gotteshaus ein Museum zu machen – ganz im Sinne seiner Bestrebungen, einen laizistischen Staat zu schaffen.

Das Innere der Hagia Sophia überwältigt schon allein durch die Größe. Fast tausend Jahre lang, bis zum Neubau der Peterskirche in Rom, war das am 24. Dezember 563 geweihte Gotteshaus die größte Kirche der Christenheit. Mit 32 Meter Durchmesser und einer Scheitelhöhe von 56 Metern ist die Hauptkuppel besonders beeindruckend. Sie wird in der Hauptachse durch zwei Halbkuppeln mit je drei Nebenkuppeln abgestützt sowie im Norden und Süden durch zweigeschossige Gewölbefolgen ergänzt. Leuchtende Mosaiken bedeckten in der Hagia Sophia einst eine Fläche von rund 16.000 Quadratmetern. Eine steile Rampe führt zur Galerie hinauf, wo sich der Innenraum in seiner ganzen Pracht bewundern lässt.

In der ehemaligen Sultansloge wird übrigens seit einigen Jahren wieder gebetet, doch nicht gemäß den christlichen Ursprüngen des Gotteshauses, sondern nach islamischem Ritus. Ob der damalige Papst Benedikt XVI. im Jahr 2006 bei seinem Besuch der säkularisierten Hagia Sophia ein stilles Gebet gesprochen hat, ist umstritten – offiziell war es eine „Meditation“. Anschließend ging Benedikt „nach nebenan“ : Als zweiter Papst der Kirchengeschichte betrat er eine Moschee (sein Vorgänger Johannes Paul II. hatte bereits 2001 in Damaskus eine Moschee besucht) und verharrte beim Gebet des Großmuftis in der für Muslime üblichen Gebetshaltung. Auch das sollte für einiges Aufsehen sorgen. So kann ein Gebet (oder Nichtgebet) bis heute ein Politikum sein.

Konservative Muslime und nationalistische Politiker fordern neuerdings mit Nachdruck, aus dem Museum müsse wieder eine Moschee werden – allen voran die Anatolische Jugendvereinigung, mit rund einer halben Million Mitgliedern eine der größten Jugendorganisationen der Türkei. Im Sommer 2014 rief sie zum öffentlichen Demonstrationsgebet vor der Hagia Sophia auf, und Tausende folgten der Einladung.

Ein Politikum war seinerzeit auch der Bau der Sultan-Ahmet-Moschee. Größer und schöner als die nahe gelegene Hagia Sophia sollte sie werden und goldene Minarette haben. Die aber hätten das Budget für die in den Jahren 1609 bis 1616 im Auftrag von Ahmet 1. – dem ersten Sultan des Osmanischen Reiches, der als Minderjähriger auf den Thron kam – errichteten Moschee gesprengt, weshalb sich Ahmets Baumeister Mehmet Tahir Aga, ein Sinan-Schüler, “verhört” und statt altin (“golden”) lieber alti (“sechs”) verstanden haben soll. Also baute er zwei Minarette mehr als üblich – aus Stein. Das war nun kein Politikum mehr, sondern glatter Frevel. Denn bis dahin war es der AI-Hasam-Moschee in Mekka vorbehalten gewesen, über sechs Minarette zu verfügen. Weshalb der junge Herrscher ein siebtes Minarett für Mekka gestiftet haben soll.

Nach dem Vorbild in Mekka ist auch die Gebetskanzel (Minbar) der Sultan-Ahmet- Moschee aus weißem Marmor. Die Gebetsnische (Mihrab) schmücken zudem kostbare Steine – sogar ein Bruchstück der Kaaba in Mekka soll darin eingelassen sein.

Iznik-Blau begegnet einem auch im Topkapi- Palast, vom 15. bis 19. Jahrhundert offizieller Wohn- und Regierungssitz der osmanischen Sultane. Hier schmücken die Fayencen die innersten Gemächer des Harems, durch den heute ungezählte Reisegruppen der in der Nähe ankernden Kreuzfahrtschiffe und ganze Schulklassen pilgern. Wer sich nicht schon in aller Frühe hierher begibt, der muss in den Räumen orientalische Geduld walten lassen. Da ist ein Trippeln und ein Schieben – und kaum ein Entrinnen, denn gesehen haben will man es ja doch. Etwas ruhiger geht es auf den Gartenterrassen im vierten Hof des Palastes zu, wo man nach der langen Besichtigungstour gern matt auf eine Ottomane im Bagdad-Pavillon sinken würde. Geht aber nicht, die Wächter passen auf. Immerhin öffnet sich nun der Blick auf die Stadt, das Goldene Horn und den Bosporus. Hier standen sie also dereinst, die Herrscher des so gigantisch großen Osmanischen Reiches, und sahen den Schiffen nach, während auch ihre Zeit verging.

Ausruhen kann man sich im ehemaligen Palastgarten, dem Gülhane-Park, damit man anschließend wieder Kraft und Muße für einen Besuch des Archäologischen Museums hat. Denn die Besichtigung der größtenteils von dem türkischen Archäologen, Maler und Gründer des Museums, Osman Hamdi Bey (1842-1910), zusammengetragenen Sammlung sollte man sich nicht entgehen lassen. Zu den wertvollsten Stücken gehört der Alexander-Sarkophag aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert, den Osman Hamdi aus dem heutigen Libanon heranschleppen ließ. Auch auf das osmanische Blau der Keramikfliesen muss man hier nicht verzichten: Im Fayencenpavillon, einem im Jahr 1472 erbauten, heute zum Archäologischen Museum gehörenden Lustschlösschen, kann man sich daran sattsehen. Noch schöner – und noch blauer – ist nur der Himmel über Istanbul, wenn sich der Besucher, nun gänzlich ermattet, auf einem Stuhl des Teegartens im Skulpturenhof niederlässt.

Am antiken Hippodrom unweit der Hagia Sophia versammeln sich steinerne Zeitzeugen aller Epochen: von dem altägyptischen Obelisken über die antike Schlangensäule bis zu dem Deutschen Brunnen, den einst Kaiser Wilhelm II. hier aufstellen ließ. Wo einst auf elliptischer Bahn Wagen- und Pferderennen stattfanden, trifft sich auch heute viel Volk. Der At Meydani („Rossplatz“ ) ist der Ort mit der größten Taschendiebdichte Istanbuls; man sollte die Augen offen halten und wissen, worum es hier geht: Brot und Spiele eben, damals wie heutzutage. Deshalb kostet in den hier befindlichen Straßencafés der Tee auch mehr als anderswo, und deshalb versteht der Kellner das Restgeld als Trinkgeld. Nicht ärgern, all das gehört zum Spektakel. Dafür bekommt man die unverzichtbaren Sesamkringel von den fliegenden Händlern zum Einheitspreis …

Auf der Landzunge zwischen Goldenem Horn, Bosporus und Marmarameer liegt das historische Zentrum der Stadt. Hier, wo zunächst griechische Siedler eine antike Akropolis gegründet hatten, ließ später Konstantin der Große den Vorläuferbau der Hagia Sophia errichten, die mehr als 900 Jahre lang den geistlichen Mittelpunkt des Oströmischen Reiches markierte. Ab der osmanischen Eroberung im Jahr 1453 wurde die Kirche zur Moschee und der Topkapi-Palast zur Machtzentrale des Osmanischen Reiches.

Mit Rom und Jerusalem gehört Istanbul zu den ältesten kontinuierlich bestehenden Metropolen der Welt. Wie Rom wurde Istanbul, der Legende nach, auf sieben Hügeln erbaut; wie Jerusalem spielt Istanbul in der Geschichte der Weltreligionen eine bedeutende Rolle. Davon zeugt bis heute das Areal zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee.

Sehenswertes / Museen

Die 0 Hagia Sophia (Ayasofya Camii Müzesi, www.ayasofyamuzesLgov.tr; 15. April bis 1. Okt. tgl. 9.00-19.00, Kasse bis 18.00, Okt. bis Mitte April bis 17.00, Kasse bis 16.00 Uhr) ließ Kaiser Justinian 532-537 über den Resten eines Vorläuferbaus aus konstantinischer Zeit errichten. Die Kirche der heiligen Weisheit war rund tausend Jahre lang die Hauptkirche des Oströmischen Reiches. Die beeindruckende Kuppel ist gut 56 m hoch und hat einen Durchmesser von 32 m. Einige der Mosaiken sind über tausend Jahre alt. Nach der Eroberung Konstantinopels ließ Sultan Mehmed II. Fatih Minarette anbauen, die Kirche wurde zur Moschee. Und als Kemal Atatürk die moderne Türkei gründete, machte er 1934 aus dem gewaltigen Bau ein Museum.

Das unweit südwestlich sich anschließende Hippodrom war in byzantinischer Zeit das Zentrum der Stadt. Um den länglichen Platz, etwa 430 m lang und 120 m breit, versammeln sich heute berühmte Museen und Moscheen. Den Deutschen Brunnen an seinem nördlichen Ende stiftete Kaiser Wilhelm II. 1898. Ungleich bedeutender ist der ursprünglich 32 m hohe Ägyptische Obelisk, den Pharao Thutmosis III. im 15. Jh. V. Chr. aufstellen und Kaiser Theodosius I. im Jahr 390 an seinen heutigen Ort bringen ließ. Vier Reliefs am Marmorunterbau zeigen Theodosius mit Familienangehörigen in einer Loge des Hippodroms. Die bronzene Schlangensäule stand ursprünglich vor dem Apollotempel in Delphi, ehe sie unter Konstantin nach Konstantinopel kam. Deutlich jüngeren Datums ist der Gemauerte Obelisk, der schon vor seinem ägyptischen Pendant auf dem Hippodrom stand und ursprünglich mit goldenen Tafeln verkleidet war.

Im Museum für Türkische und Islamische Kunst (Türk ve Islam Eserleri Müzesi, Tel. 0212 5181805, www.muze. gov.tr/turkishislamic, tgl. 9.00-19.00 Uhr) im Ibrahim-Pascha-Palast ist die Teppichausstellung mit 1700 Teppichen und Kelims aus dem alten Osmanischen Reich sehenswert. Ruhig geht es im hübschen Teegarten im Innenhof zu.

Das Mosaik-Museum (Mozaik Müzesi, im Arasta-Basar, Tel. 0212518 1205, http:// ayasofyamuzesi.gov.tr/tr/content/büyük-saraymozaikleri-müzesi; Di.-So. 9.00-18.00 Uhr) zeigt u.a. den Mosaikboden des nordöstlichen Teils der Säulenhalle des byzantinischen Kaiserpalastes von 450-550 n. Chr.

Mit der Blauen Moschee (Sultan Ahmet Camii, ab8.30-18.30, geschl. zu den Gebetszeiten 12.30 bis 14.00 und 16.30-17.45 Uhr) wollte Sultan Ahmed I. im 17. Jh. ein noch gewaltigeres Bauwerk als die Hagia Sophia schaffen. Sie ist die einzige Moschee der Stadt mit sechs Minaretten. Die 43 m hohe Kuppel ist in Blau ausgemalt, Tausende ebenfalls blauer Iznik-Fliesen gaben dem Gotteshaus – bis heute Istanbuls Hauptmoschee – seinen Namen.

Der 1728 errichtete Brunnen Sultan Ahmets III. direkt vor dem ersten Tor zum Topkapi-Palast gehört zu den schönsten Rokokobauten Istanbuls.

Der 0 Topkapl-Palast selbst (Topkapi Sarayi, www.topleaplsarayi.gov.tr; Mi. bis MO. 1. OIet.-15. April 9.00-16.45,15. April bis 1. Okt. 9.00-18.45 Uhr) war vier Jahrhunderte lang Wohnbereich und Machtsitz der osmanischen Herrscher. Sehenswert sind neben der sich in drei Höfe gruppierenden Gesamtanlage einzelne Kostbarkeiten wie der mit Smaragden bestückte Topkapi-Dolch und der 86-karätige, von 49 Brillanten umrahmte „Löffelmacherdiamant“ in der Schatzkammer. Für den Besuch des Harems, ein Labyrinth aus 300 Räumen, wird zusätzlich Eintritt verlangt.

Die 0 Hagia Eirene (Aya Irini. Tel. 0212522 0988. geöffnet wie Topkapi) im ersten Hof des Topkapi-Palastes ist einer der ältesten Sakralbauten der Stadt. Seit 1980 finden hier u. a. Konzerte des Istanbuler Musikfestivals statt.

Das Archäologische Museum (Arkeoloji Müzesi. www.istanbularkeoloji.gov.tr; Di.-So. 9.00-19.00, Kasse bis 18.00 Uhr) liegt etwas versteckt zwischen dem Topkapi-Palast und dem früheren Palastgarten. dem Gülhane-Park. Es birgt drei hochkarätige Sammlungen: das Museum für Altorientalische Kulturen im 1883 als Kunstakademie errichteten Gebäude links vom Eingang, die Keramiksammlung im 1472 noch unter Sultan Mehmet II. Fatih erbauten Fayencenpavillon sowie das Museum für Klassische Altertümer im dreiflügeligen neoklassizistischen Hauptbau. Das berühmteste Objekt ist der Alexander-Sarkophag aus dem 4. Jh. v. Chr.

Entspannend ist nach der Besichtigung ein Spaziergang im Öffentlichen Gülhane-Park. Erholung bietet zudem der Skulpturenhof des Archäologischen Museums. Dort sitzt man im Teegarten zwischen Statuen und Sarkophagen, unter schattigen Bäumen und neben Brunnenresten, umgeben von Marmor und Stein, und atmet förmlich Geschichte ein. Letztere begegnet einem im historischen Zentrum ohnehin auf Schritt und Tritt, selbst in der Unterwelt:

Die Yerebatan·Zisterne (Yerebatan Sarayi. www.yerebatan.com; tgl. 9.00-18.30 Uhr) ist ein imposanter Wasserspeicher mit rund 80.000 m3 Fassungsvermögen. Im Sommer werden dort stimmungsvolle Konzerte mit klassischer türkischer Musik auf einer Plattform im Wasser veranstaltet. Berühmt sind die „Medusenhäupter“ in der Nordwestecke der von bosporusaufwärts gelegenen Quellen gespeisten Zisterne, die ursprünglich wohl ein Heiligtum von Wassernymphen markierten, ehe sie hier als Sockel „wiederverwendet“ wurden.

Am 12. August 1888 hielt der Orient-Express das erste Mal in Konstantinopel, am Bahnhof Sirkeci (Sirkeci gari). 2013 wurde hier die unterirdische Station der Marmaray-Linie eröffnet. Am Bosporusufer legen die Fähren von Kadiköy auf der asiatischen Seite an; hier starten auch die Ausflugsfahrten auf dem Bosporus. Nahe dem südlichen Kopf der Galatabrücke erhebt sich die Neue Moschee (Yeni Cami; tgl. 9.00 Uhr bis abends – nicht zu den Gebetzeiten eintreten). Vollendet war der Bau im 17. Jh., aber da die Moschee damals eine Brandruine ersetzte, ist sie bis heute „neu“.

Von hier ist es nicht weit bis zur Galatabrücke (Galata Köprüsü), die in ihrer heutigen Form seit 1992 das Goldene Horn überspannt.

Restaurants:

Im Garten des Hotels Yesil Ev (Kabasakal Caddesi 5, Tel. 02 12 5176785. www.yesilev.com.tr) zwischen Blauer Moschee und Topkapi-Palast kann man beim Tee die Beine ausstrecken und entspannen.

An einer ruhigen Kopfsteinpflastergasse zwischen dem Topkapi-Palast und der Hagia Sophia liegt Sarnic Lokantasi (Sogukcesme Sokak, Tel. 02125124291, www.sarnicrestaurant.com; 19.00-24.00 Uhr), ein in einer rund 1500 Jahre alten Zisterne untergebrachtes Restaurant. Man isst unter Gewölben, nur von Kerzen beleuchtet.

Es gab Zeiten, da parkten vor dem Pudding Shop (Alemdar Mahallesi, Divanyolu Cad. 6, Tel. 02125222970, www.puddingshop.com; tgl. 7.00 bis 23.00 Uhr) alte VW-Busse mit deutschen Nummernschildern. Das Lokal war Anlaufstelle für Globetrotter, die sich vor der Erfindung des Smartphones hier Informationen für die weiterreise nach Afghanistan zusammensuchten. Traditionelle türkische Küche.

Erlebnisgastronomie auf Türkisch: In den großen Schaufenstern des Safran (Vezirhan Caddesi 18, Tel. 0212 5282938; tgl. 10.00-24.00 Uhr) sitzen Frauen, die in traditionellen Kostümen Teig kneten und Gözleme zubereiten, die dünnen, meist würzigen Fladenbrote.

Der Teegarten Im Gülhane-Park (Setüstü Cay Bahcesi; tgl. 9.00-22.00 Uhr) ist eine Oase der Ruhe mit grandiosem Blick gen Asien.

Von der Terrasse des Hamdi (Tahmis Sk./ Kalcin Sk. 11, Tel. 02125280390, www.hamdi. com.tr; tgl. 11.00-24.00 Uhr) blickt man über das Goldene Horn, auf den Platz vor der Neuen Moschee, zur Galatabrücke … Terrassenplatz reservieren!

Im Belle-Epoque-Ambiente speisen, das kann man im Orient-Express (Bahnhof Sirkeci, Tel. 02125222280, www.orientexpress restaurant.net; 11.00-22.00 Uhr) im historischen Bahnhof. Man isst gediegen türkisch.

Unterkunft:

Nur fünf Gehminuten von der Blauen Moschee entfernt liegt das originalgetreu restaurierte Holzhaushotel Erten Konak (Akbiyik Cad. / Akbiyik Degirmeni Sie. 8-10, Tel. 0212458 5000, www.ertenleonale.com). Die Zimmer sind traditionell plüschig eingerichtet, aber sehr gemütlich. Angenehmer Service.

Einfach, aber günstig und genial gelegen für Touren im historischen Zentrum: die Sur Pansylon (Hoca pasa Mah., Taya Hatun Cad. 19, Tel. 0212 52800 19, 8 Zi.) in einer ruhigen Gasse, nur wenige Schritte von der Hagia Sofia entfernt.

Das Ayasofya Konaklari (Sogukcesme S. 34, Tel. 0212 S13 3660, www.ayasofyakonaklari.com) ist ein hübsch renoviertes Holzhaus aus osmanischer Zeit direkt an den Mauern des Topkapi -Palastes.

Beim Sude Konak (Ebu Suud Cad. 24, Tel. 02125132100, www.sudekonak.com) besticht die Lage nahe am Gülhane-Park. Neubau mit großer Wellnessabteilung.

Das große Legacy Ottoman Hotel (Hamidiye Cad. 64, Eminönü, Tel. 0212527 6767, www.legacyottomanhotel.com; 200 Zi.) das ab dem Jahr 1911 gleich neben dem Bahnhof Sirkeci entstand, bietet luxuriöse Zimmer und einen Spa-Bereich.

Erleben: In einer 1559 von Sinan erbauten religiösen Hochschule, der Caferaga Medresesi, werden Kunsthandwerkskurse veranstaltet. Wer hier nur mal reinschnuppern möchte, der kann im Innenhof bei Sufimusik Tee trinken (Caferiye Sk./Sogukkuyu Cikmazl, Sultanahmet, Tel. 0212 5133601. www.caferagamedresesi.com).

Viel besucht sind die wirbelnden Tänze der Derwische des Mevlana-Ordens in einem Saal im Sirkeci-Bahnhof (www.rumimevlevi.com).

Für einen entspannten Überblick sind Hop-on-hop-off-Touren im offenen Doppeldeckerbus praktisch. Man zahlt rund 35 €. um einen Tag lang von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu fahren und immer wieder zusteigen zu können – je nachdem, wie viel Zeit man sich für die Besichtigung der Attraktionen lassen möchte: Big Bus Tours Istanbul, Binbirdirek Mah. Dostluk Yurdu Sk., Yesi1 Apt. 1. Cemberlitas, Tel. 021228313 96, http://eng.bigbustours.com/istanbul/home.html

Wer türkische Musik gern auch nach dem Urlaub hören möchte, kann sich im CD-Laden Harem beraten lassen. Keine Angst vor der Sprachbarriere: Der Chef spricht Deutsch. Man kann in alle CDs reinhören: viel Lounge-Music und CDs von angesagten Clubs der Stadt. Der kleine Arasta-Basar (Kabasakal Caddesi) unterhalb der Blauen Moschee bietet gehobene Ware zu gehobenen Preisen und ist dafür ruhiger: Alemdar Mah., Divanyolu Caddesi 40, Tram-Haltestelle Sultanahmet.

Anfahrt

In der Tabelle unten sind die Möglichkeiten aufgeführt, wie du zu dem oben beschriebenen Ort kommst. Du kannst dir vor deiner Reise eine ÖPNV-Karte von Istanbul herunterladen. Wenn du vorhast, die öffentlichen Verkehrsmittel in Istanbul oft zu nutzen, empfehle ich, vor Ort eine Istanbulkart zu kaufen. Mit ihr sparst du bei jeder Fahrt im Verkehrsnetz der Stadt. Ich arbeite an einer Zusammenstellung der wichtigsten ÖPNV-Apps für Istanbul. Wenn ich damit fertig bin, werde ich die Links hier zur Verfügung stellen.

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Wie du nach Güngören kommst

Adresse und Kontaktdaten

Die unten angegebene Adresse und die Kontaktdaten beziehen sich auf das Rathaus (türkisch: belediye binası) des Bezirks Fatih.

Adresse
Telefon
Webseite
E-Mail

Fotos

Besuche doch mal meinen Account auf Instagram. Dort findest du zahlreiche weitere Fotos und Infos zu Istanbul. Auf YouTube lade ich außerdem Videos zu dem Thema hoch. Momentan arbeite ich an der Fertigstellung einer Fotodatenbank zu der Stadt. Wenn sie fertig ist, erscheint hier ein Link dazu.

Zum Weiterlesen

  • Neslihan Asutay-Effenberger: Die Landmauer von Konstantinopel-İstanbul. Historisch-topographische und baugeschichtliche Untersuchungen, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-019645-0, 271 Seiten. Hier kaufen
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Tarik

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